Etwas für die Ohren

Auf dieser Seite finden Sie Hörproben aus ausgewählten Aufnahmen und Konzerten, die innerhalb der letzten Jahre entstanden sind. Die Stimme ist in stetem Wandel, oft macht schon ein halbes Jahr einen großen Unterschied! Daher stellen die folgenden Hörbeispiele bloß Momentaufnahmen dar, die in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden müssen. Viel Freude beim Hören!

BUCHEN

Dvořák – Rusalka:

In der Oper „Rusalka“ wird die Geschichte der kleinen Meerjungfrau in musikalisch schillernden Farben erzählt. Die Arie „Měsíčku na nebi hlubokém“ trägt auch den Titel „Lied an den Mond“. Rusalka wendet sich darin mit ihrer Sehnsucht und unmöglichen Liebe zu einem Menschen an den Mond und projiziert all ihre Hoffnungen auf ihn. Wie in einigen anderen Opern auch wird der Mond zum Botschafter der Liebe auserkoren. Doch am Ende der Arie verschwindet er hinter den Wolken und lässt Rusalka allein zurück.

Wagner – Lohengrin:

„Einsam in trüben Tagen hab‘ ich zu Gott gefleht“

Die Arie der Elsa aus der Oper „Lohengrin“ von Richard Wagner gehört sicher zu meinen Lieblingsarien.

Trotz meines noch jungen Alters spüre ich deutlich meine Veranlagung zum Wagner-Sopran. Wagner zu singen ist für mich wie ein maßgeschneidertes Kleid anzuziehen. Natürlich singe ich auch sehr gerne Werke von anderen Komponisten! Aber mein Instinkt sagt mir ganz klar: Da geht’s mal hin.

Mozart – Le Nozze di Figaro:

In meinem ersten Semester an der Musikhochschule Lübeck wurde „Le Nozze di Figaro“ von den Studierenden aufgeführt. Ich selber war damals nur als Zuschauerin beteiligt, aber diese Inszenierung war eine Initialzündung für mich. Von da an wollte ich unbedingt auf die Bühne. Besonders die Rolle der Gräfin hatte es mir angetan, und wie es das Schicksal so will entspricht sie genau meinem Stimmfach. Mit „Porgi amor“ hat die Contessa nicht nur ihren ersten Auftritt, sondern eröffnet auch den zweiten Akt. Sie wendet sich darin flehend an die Liebe: Sie soll ihr ihren Ehemann zurückgeben, der ihr, wie wir zuvor erfahren haben, chronisch untreu ist. Ansonsten möchte sie lieber sterben, als weiterhin durch diese Liebesqualen gehen zu müssen.

Puccini – Manon Lescaut

Die tragische Geschichte von Manon und Des Grieux diente gleich zwei Komponisten als Vorlage für ihre Opern: Puccini und Massenet. In beiden Opern fällt die Liebe der beiden Manons Materialismus zum Opfer. In der Arie „In quelle trine morbide“ denkt sie wehmütig an ihre gemeinsame Zeit mit Des Grieux zurück, denn der Luxus, in dem sie jetzt lebt, kann die Wärme und tiefe Leidenschaft, die sie mit ihm empfunden hat, nicht ersetzen.